Dienstag, 3. Mai 2016

Schwarzfärben


In der Pflanzenfärberei gelten verschiedene Farben als sehr schwierig bis unmöglich zu färben, Schwarz gehört da dazu. Es gibt trotzdem einige historische Belege für die Verwendung dieser Farbe, beispielsweise in Bildstickerei des Mittelalters. Trotzdem hält sich die Auffassung hartnäckig, schwarz sei mit pflanzlichen Stoffen nicht zu färben.

Diese Auffassung wiederspricht der Tatsache, dass in vielen Städten in Deutschland und Frankreich mittelalterliche Zunftordnungen belegt sind, welche Preise, die Tätigkeitsbereiche und Bräuche der Schwarzfärber beschreiben.

Geschichtlich kennen wir 4 Möglichkeiten Schwarz zu färben, das koptische Schwarz, die Tanninfärbung, die Lohfärbung und das flämische Schwarz.



Die Lohfärbeversuche im Rahmen des Workshops mit der Comthurey Alpinum waren für mich nicht zufriedenstellend, ebenso die Tanninfärbung mit massig Galläpfel. Zudem leiden die Stoffe massiv unter dem groben Einsatz von der Eisenbeize. Das koptische Blau ist interessant aber eben sehr blaustichig, also blieb nur noch die teuerste unter den Methoden, flämisch Schwarz.

Das ist ein Schwarz mit dem auch ich zufrieden bin und der Stoff bleibt schön fein und wird nicht zum Brett.




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