Dienstag, 6. Juni 2017

Leben wie vor 500 Jahren Im Schatten der Burg

Die Kleider sind hübsch geworden. Ich finde der Unterschied zwischen pflanzengefärbt (Damen) und synthetisch (Herren) ist gut zu erkennen.

Link zum SRF

Donnerstag, 1. September 2016

Mittwoch, 15. Juni 2016

Test zur Lichtechtheit abgeschlossen


Als ich im vergangenen Winter meine Farbkartei erstellt habe, sind jeweils drei kleine Stücke für einen Test der Lichtechtheit abgezweigt worden.


Die Teststücke wurden von mir auf drei weisse Kartons genäht: 

Der Erste wanderte in ein Couvert, welches im Färberschrank in der dunkelsten Ecke vom 04. Juni 2015 bis zum 04. Juni 2016 liegen gelassen wurde. 

Der Zweite wurde im Büro unter die Lichtquelle gelegt und für ein Jahr täglich 12 Stunden beleuchtet.

Der Dritte wurde im gleichen Zeitraum an eine Fensterscheibe im Wohnzimmer geklebt, mit süd-östlicher Ausrichtung.


Die Ergebnisse sind für mich nicht überraschend, aber trotzdem sehr illustrativ.

 
 
 
 
 
 


Montag, 23. Mai 2016

cold case „Porchabella“

cold case „Porchabella“ – historischer Gletscherfund neu untersucht



Aus Anlass des Projektes „kAltes Eis“ wurde der bislang einzige Fund einer historischen Gletscherleiche in Graubünden umfassend neu untersucht. Die 1992 am Porchabella-Gletscher nahe der Kesch-Hütte (Gem. Bergün) geborgenen menschlichen Reste einer jungen, ca. 20-jährigen Frau samt Kleidung und Ausrüstung aus der Zeit um 1700 wurden von einem interdisziplinären Forschungsteam analysiert. Die neuen Ergebnisse dieser Untersuchungen sind ab sofort in einer Sonderausstellung des rätischen Museums zu sehen.

Im Rahmen dieses Projektes erhielten wir den Auftrag die Textilreste des Justaucorps zu Replizieren und zu Färben. Auf eine Nachbildung eines Justaucorps in weiss wurden die relevantesten Funde eingepasst.

die Aufgrund der Analyse in Frage kommenden Farbstoffe

mögliche Färbung des Originals

Replikate der Funde in Originalgrösse


Dienstag, 3. Mai 2016

Schwarzfärben


In der Pflanzenfärberei gelten verschiedene Farben als sehr schwierig bis unmöglich zu färben, Schwarz gehört da dazu. Es gibt trotzdem einige historische Belege für die Verwendung dieser Farbe, beispielsweise in Bildstickerei des Mittelalters. Trotzdem hält sich die Auffassung hartnäckig, schwarz sei mit pflanzlichen Stoffen nicht zu färben.

Diese Auffassung wiederspricht der Tatsache, dass in vielen Städten in Deutschland und Frankreich mittelalterliche Zunftordnungen belegt sind, welche Preise, die Tätigkeitsbereiche und Bräuche der Schwarzfärber beschreiben.

Geschichtlich kennen wir 4 Möglichkeiten Schwarz zu färben, das koptische Schwarz, die Tanninfärbung, die Lohfärbung und das flämische Schwarz.



Die Lohfärbeversuche im Rahmen des Workshops mit der Comthurey Alpinum waren für mich nicht zufriedenstellend, ebenso die Tanninfärbung mit massig Galläpfel. Zudem leiden die Stoffe massiv unter dem groben Einsatz von der Eisenbeize. Das koptische Blau ist interessant aber eben sehr blaustichig, also blieb nur noch die teuerste unter den Methoden, flämisch Schwarz.

Das ist ein Schwarz mit dem auch ich zufrieden bin und der Stoff bleibt schön fein und wird nicht zum Brett.




Mittwoch, 27. April 2016

kAltes Eis - Gletscherarchäologie in Graubünden

Im Rahmen des internationalen Museumstag machen wir blau!


Die aktuelle Klimaerwärmung lässt das sogenannte "ewige Eis" der Alpen rasant dahinschmelzen. Dabei kommen auch immer wieder Objekte ans Licht, die Jahrzehnte, Jahrhunderte oder gar Jahrtausende im Gletschereis verborgen waren. Diese Funde sind für die Wissenschaft oft von enormer Bedeutung. Warum das so ist und welche Geschichten selbst unscheinbare Gegenstände erzählen, ist in der kleinen Sonderausstellung des Rätischen Museums zu entdecken. Dort wird die breite Palette an Gletscherfunden aufgezeigt, von den ältesten Eisfunden des Alpenraumes bis zu den Hinterlassenschaften des modernen Alpinismus. Erstmals wird auch die Gletscherleiche 'Porchabella' aus dem 17. Jahrhundert ausgestellt.

Von 10-17 Uhr färben wir im Museumsgarten des rätischen Museums in Chur Mitgebrachtes von den Besuchern oder vor Ort erworbenes.